Prof. Dr. Marco Beeken
Didaktik der Chemie
Raum: 32/336
Sprechzeiten: Hier online buchbar.
Tel.: (+49) 541 969-3378
E-Mail
Fach Chemie
Didaktik der Chemie
Raum: 32/336
Sprechzeiten: Hier online buchbar.
Tel.: (+49) 541 969-3378
E-Mail
Neuigkeiten, Fortbildungsangebote und aktuelle Unterrichtsmaterialien.
In der Zeitschrift CHEMKON ist ein neuer Artikel von Dr. Lars Otte, Daniel Becker und Prof. Dr. Marco Beeken erschienen. Die Publikation mit dem Titel „‚Wir machen blau‘ – Untersuchung der Inhaltsstoffe und Herstellung eines ‚Magischen Klebstiftes‘ mit Farbwechseleffekt“ ist Open Access verfügbar: https://doi.org/10.1002/ckon.70009
Im Mittelpunkt des Beitrags steht die experimentelle Untersuchung eines alltagsnahen Phänomens: des Farbwechsels von sogenannten „magischen“ Klebestiften, die beim Auftragen von intensiv blau zu farblos wechseln. Anhand einer Reihe einfach durchführbarer Experimente wird gezeigt, dass der Farbwechsel auf einem pH-Indikator (Thymolphthalein) beruht, der durch die Diffusion von Kohlenstoffdioxid aus der Luft entfärbt wird. Darüber hinaus werden zentrale Inhaltsstoffe des Klebstoffs – darunter Stärke als Klebemittel sowie Fettsäuresalze als Strukturkomponenten – experimentell nachgewiesen.
Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird zudem eine Vorschrift zur Herstellung eines eigenen Klebstoffs mit vergleichbarem Farbwechseleffekt vorgestellt. Die entwickelten Experimente sind gezielt für den Einsatz im Chemieunterricht konzipiert und ermöglichen einen motivierenden Zugang zu grundlegenden Konzepten der Säure-Base-Chemie, zu Indikatoren sowie zu chemischen Gleichgewichten. Gleichzeitig fördern sie hypothesengeleitetes, forschendes Lernen und lassen sich sowohl in der Sekundarstufe I als auch II einsetzen.
Die Arbeit zeigt exemplarisch, wie sich alltägliche Materialien für einen kontextorientierten und experimentbasierten Chemieunterricht nutzen lassen und verdeutlicht das Potenzial lebensnaher Fragestellungen für die Förderung fachlicher und experimenteller Kompetenzen.
Ministerpräsident Olaf Lies eröffnet bundesweite Tagung an der Universität Osnabrück
Seit einigen Jahren stellen sich Lehrkräfte in ganz Deutschland die Frage: Wie können wir Schülerinnen und Schüler stärker für Naturwissenschaften interessieren? Eine mögliche Antwort lautet: durch abwechslungsreichen Unterricht im Labor. Die Universität Osnabrück ist in dieser Woche Gastgeberin der LeLa-Jahrestagung, dem bundesweiten Treffen der Schülerlabor-Community in Deutschland. Zur Eröffnung informierte sich Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies vor Ort über innovative Bildungskonzepte und Spitzenforschung.
„LeLa“ steht für LernortLabor; die jährlich vom Bundesverband der Schülerlabore organisierte Tagung gilt als eines der wichtigsten Vernetzungstreffen für außerschulische Lernorte im deutschsprachigen Raum. „Schülerlabore sind ein wichtiger Baustein, um junge Menschen für Naturwissenschaften zu begeistern und ihnen frühzeitig Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten zu ermöglichen“, betonte Prof. Dr. Marco Beeken, Chemiedidaktiker der Universität Osnabrück, zum Auftakt der Tagung. Veranstaltungen wie die LeLa-Jahrestagung trügen dazu bei, innovative Ansätze der MINT-Bildung zu stärken und den Austausch zwischen Forschung, Bildungspraxis und Gesellschaft zu fördern.
Auch Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl unterstrich die Bedeutung solcher Formate: „Die Förderung von MINT-Bildung und Wissenschaftskommunikation ist ein zentrales Anliegen unserer Universität. Schülerlabore schaffen frühzeitig Begegnungen mit Forschung und ermöglichen jungen Menschen, Wissenschaft als spannendes und gesellschaftlich relevantes Arbeitsfeld kennenzulernen.“
Hier gehts zum ganzen Artikel: Osnabrücker Rundschau
Der Earth Overshoot Day macht jedes Jahr aufs Neue deutlich, dass wir die ökologischen Belastungsgrenzen unseres Planeten überschreiten. Er steht sinnbildlich für ein grundlegendes Problem unserer Zeit: Das Spannungsfeld zwischen menschlichen Bedürfnissen, Ressourcenverbrauch und den planetaren Grenzen. Gerade vor diesem Hintergrund wird deutlich, wie wichtig Konzepte wie die Circular Economy für eine nachhaltige Zukunft sind. Genau hier setzte der Make@thon Circular Economy am Gabriele-von-Bülow-Gymnasium in Berlin an: Eine Woche lang entwickelten Schülerinnen und Schüler eigenständig kreative Lösungen rund um Ressourcenschonung, Konsum und Kreislaufwirtschaft. Entstanden sind unter anderem eine Website zum Vergleich nachhaltiger Kleidungsmarken, ein Beton mit PLA-Resten als Sandersatz, Schmuck aus Kunststoffabfällen, ein Marker zur Anzeige von Lebensmittelverderb, Pfandkisten für den Schulhof, ein Konzept für einen Unverpacktladen sowie ein verpackungsfreies Reinigungsmittel. Der besondere Mehrwert des Make@thons liegt dabei nicht nur im Ergebnis, sondern im Prozess: Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten problemorientiert, interdisziplinär und selbstorganisiert, verknüpften naturwissenschaftliche, gesellschaftliche und ökonomische Perspektiven und erfuhren, wie abstrakte Konzepte wie Ressourcenschonung oder Kreislaufwirtschaft konkret angewendet werden können. Gleichzeitig wurden Kreativität, Teamarbeit, kritisches Denken und Verantwortungsbewusstsein gefördert - zentrale Kompetenzen für eine nachhaltige Zukunft! Die Make@thons werden gefördert von der Siemens Stiftung.
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern Gesellschaft, Wissenschaft und Arbeitswelt in rasantem Tempo. Auch der naturwissenschaftliche Unterricht steht vor der Aufgabe, diese Entwicklungen fachlich fundiert, didaktisch reflektiert und verantwortungsvoll aufzugreifen. Welche Potenziale bieten KI-gestützte Anwendungen für das Lernen im MINT-Unterricht? Wo liegen Chancen, Grenzen und Herausforderungen? Diesen Fragen widmet sich der Fachtag MINT 2026 am 12. März 2026 von 09:00 bis 17:00 Uhr an der Universität Osnabrück (Campus Westerberg). Die Veranstaltung richtet sich an Lehrkräfte der naturwissenschaftlichen Fächer, Studienseminare, Fachleitungen sowie an alle Interessierten aus der MINT-Bildung. Nach einem Grußwort von Prof. Dr. Kai-Uwe Kühnberger (Vizepräsident für Forschung, gesellschaftlichen Dialog und Transfer) eröffnet eine Keynote von Prof. Dr. Johannes Huwer (Universität Konstanz) die Tagung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Künstliche Intelligenz gewinnbringend im und für den MINT-Unterricht eingesetzt werden kann. In praxisnahen Workshops mit renommierten Referentinnen und Referenten werden unterschiedliche Schwerpunkte vertieft, darunter: KI im Chemieunterricht – als Lernwerkzeug und Lerngegenstand Große Sprachmodelle (LLMs) zur Unterstützung individueller Lernprozesse Diagnostik und Feedback mit lokalen KI-Systemen Immersive Virtuelle Realität im MINT-Unterricht Interdisziplinäre Perspektiven auf KI in den Naturwissenschaften Ziel des Fachtags ist es, wissenschaftlich fundierte Impulse mit konkreten Unterrichtsideen zu verbinden und den Austausch zwischen Schule, Hochschule und Bildungsforschung zu fördern. Die Teilnahme ist kostenfrei. Alle Teilnehmenden erhalten ein Teilnahmezertifikat des Lehrerfortbildungszentrums NordWest. Anmeldung unter go.uos.de/MINT
Die Chemiedidaktik der Universität Osnabrück freut sich, im Jahr 2026 Gastgeberin der 21. LernortLabor-Jahrestagung zu sein. Vom 09.03. bis 10.03.2026 treffen sich Expert*innen aus Schülerlaboren, Wissenschaft, Didaktik und Bildungspraxis an der Universität Osnabrück, um sich über aktuelle Entwicklungen, innovative Vermittlungsformate und Zukunftsperspektiven in der MINT-Bildung auszutauschen.
LernortLabor – Bundesverband der Schülerlabore (LeLa) ist das bundesweite Netzwerk der außerschulischen Lernorte und verbindet über 400 Schülerlabore im deutschsprachigen Raum. Ziel des Verbandes ist es, Wissenschaft, Schule und Öffentlichkeit miteinander zu vernetzen sowie qualitativ hochwertige Angebote im Bereich der MINT-Bildung zu fördern. LeLa unterstützt Schülerlabore durch Austauschformate, Fortbildungen, Qualitätsstandards und wissenschaftliche Begleitung.
Die Jahrestagung bietet eine Vielzahl an Vorträgen, Workshops und Foren, in denen neue Forschungsergebnisse, Best-Practice-Beispiele und innovative Konzepte vorgestellt werden. Sie richtet sich an alle, die Schülerlabore gestalten, beforschen oder nutzen – von Lehrkräften über Laborleitungen bis zu Wissenschaftler*innen.
Im Anschluss an die Tagung findet vom 10.03. bis 11.03.2026 der Forschungsworkshop statt. Er bietet insbesondere Nachwuchswissenschaftler*innen Raum, ihre Projekte zu präsentieren, sich zu vernetzen und intensives Feedback aus der Community zu erhalten.
Die Anmeldung startet in Kürze unter: https://www.lela-jahrestagung.de
Wir freuen uns darauf, die vielfältige Schülerlabor-Community 2026 in Osnabrück willkommen zu heißen und gemeinsam Impulse für die Zukunft außerschulischer Lernorte zu setzen.
Die traditionelle Weihnachtsvorlesung der Arbeitsgruppe Chemiedidaktik der Universität Osnabrück lockte auch in diesem Jahr zahlreiche Gäste in die Reithalle. Unter dem Titel „Der Weihnachtskatalysator – Wenn Chemie das Fest beschleunigt“ präsentierten Prof. Dr. Marco Beeken, Dr. Lars Otte und Daniel Becker ein Programm, das Chemie, politische Bildung und Humor miteinander verband. Zentrales Thema war der Katalysator-Begriff, der zunächst fachlich eingeführt und anschließend auf aktuelle gesellschaftliche und politische Fragestellungen übertragen wurde. So diente die Chemie als Ausgangspunkt, um darüber zu sprechen, wo in politischen Entscheidungsprozessen „Aktivierungsenergien“ besonders hoch sind und warum Veränderungen häufig langsamer voranschreiten als nötig. Besonders die satirischen Elemente des Abends sorgten für viel Resonanz. Neben Demonstrationen aus der Chemie erhielten fiktive politische „Weihnachtsgeschenke“ eine Bühne – darunter ein Geldverbrennungs-Stopp-Liquid für den Bundesfinanzminister, ein Veggiewurst-Detektor für Vertreter der Fleischlobby oder eine „Brandmauer to go“ als Kommentar zu aktuellen demokratiepolitischen Debatten. Auch die Universität selbst wurde humorvoll einbezogen: Mit einer experimentellen „Präsidentensuchmaschine“ wurde augenzwinkernd der universitäre Auswahlprozess dargestellt. Die Weihnachtsvorlesung zeigte erneut, wie sich Chemie in gesellschaftliche Kontexte einbetten lässt und wie Experimente dazu beitragen können, politische Themen niedrigschwellig und zugleich reflektiert zu vermitteln. Das Format bleibt damit ein fester Bestandteil der Wissenschaftskommunikation in Osnabrück.
DDie Universität Osnabrück führt derzeit eine bundesweite Studie zur Beliebtheit von Schulfächern bei Schüler*innen der Sekundarstufen I und II durch. Ziel ist es herauszufinden, welche Fächer besonders beliebt sind – und wie sich Fächerpräferenzen im Laufe der Schulzeit verändern. Die Online-Befragung ist anonym, dauert nur 5–10 Minuten und kann bequem im Unterricht oder zuhause durchgeführt werden. Teilnehmende Schulen erhalten im Anschluss eine schulspezifische Auswertung sowie einen Vergleich mit dem bundesweiten Gesamtergebnis. Besonders gesucht werden aktuell Schulen aus Nordrhein-Westfalen, die an der Erhebung teilnehmen möchten.
Erhebungszeitraum: Oktober 2025 – März 2026
Kontakt: lars.otte@uni-osnabrueck.de
Weitere Informationen: https://go.uos.de/Dlb0z
Letzte Woche durften unser Doktorand Daniel Becker und unsere studentische Hilfskraft Patrick Haakmann gemeinsam mit den wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen des Zentrums für Ernährungsforschung (ZERN) das DIL Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e. V. in Quakenbrück besuchen. Im Rahmen eines spannenden Workshops wurden das DIL und seine vielfältigen Forschungsbereiche vorgestellt – inklusive Einblicke in Labore, technische Arbeitsplätze und Demonstrationen moderner Analyseverfahren. Neben neuen Kontakten, Ideen und Impulsen für zukünftige Projekte konnten wir unseren Horizont in Richtung Lebensmitteltechnologie und nachhaltiger Forschung erweitern. Zum Abschluss stand noch ein Besuch einer Insektenmast (FarmInsect) auf dem Betrieb der Familie große Macke im Landkreis Cloppenburg auf dem Programm – ein beeindruckendes Beispiel für innovative Proteinquellen und Kreislaufwirtschaft!
Im Rahmen des Forums KI an der Hochschule Anhalt hielten unser Arbeitsgruppenleiter Prof. Dr. Marco Beeken und unser Doktorand Daniel Becker einen Vortrag zum Thema „Fake News im praktischen Faktencheck – Mit Experimenten gesellschaftlichen Mythen begegnen“. Der Beitrag zeigte, wie sich naturwissenschaftliche Experimente gezielt einsetzen lassen, um Falschinformationen sichtbar zu machen und gesellschaftliche Mythen kritisch zu hinterfragen – von Themen wie Klimawandel und Mikroplastik bis hin zu Energieversorgung und Pandemien. Anhand aktueller Forschungs- und Schülerlaborprojekte wurde deutlich, wie Wissenschaftskommunikation durch praktische, evidenzbasierte Ansätze dazu beitragen kann, kritisches Denken zu fördern und die Resilienz gegenüber Desinformation zu stärken.